WIENER
STAATSOPER – LUISA MILLER
2026
LUISA MILLER | GIUSEPPE VERDI | NEUINSZENIERUNG VON PHILIPP
GRIGORIAN VON 2026
„MELODRAMMA TRAGICO“
BILD: Philipp Grigorian
& Ali Meyer | LUISA MILLER | Staatsoper Wien 2026
ÜBER DAS WERK
Luisa, die Tochter des Veteranen Miller, liebt einen jungen Jägerburschen,
der mit dem Herrschaftsantritt des neuen Feudalherren in ihr Dorf gekommen
ist. Aber auch Wurm, der Schlossverwalter, ist in Luisa verliebt. Er enthüllt ihrem Vater die wahre Identität
des vermeintlichen Jägerburschen. Es ist Rodolfo, der Sohn des
Feudalherren, was eine Ehe mit Luisa aus Standesgründen unmöglich macht. Rodolfo will um seine Liebe kämpfen, doch
dabei geraten er und Luisa in die Fallstricke der intriganten und korrupten
Hofgesellschaft.
NACH 35 JAHREN PAUSE
„Nach 35 Jahren Pause zeigt die Wiener Staatsoper Luisa Miller
aus 1849, also jenes Werk, das den Übergang von Giuseppe Verdis
frühen 'Galeerenjahren' zu seiner reifen Schaffensphase markiert
und über Stiffelio eine Brücke zur 'trilogia popolare' (Rigoletto,
Il trovatore und La traviata) schlägt. Als Regisseur für diese
Aufgabe engagierte man den russischen Künstler Philipp Grigorian,
der dem Wiener Publikum jedoch keine Brücke zu diesem Werk gebaut
hat.“ […] „Immerhin sind die ebenfalls vom
Regisseur verantworteten Bühnenbilder detailverliebt und teilweise
ästhetisch interessant, andererseits treffen sie die jeweilige
Atmosphäre nur punktuell. Eine Ausnahme bildet die Ouvertüre,
wo gesichtslose Menschen Luisa beerdigen, und ihr Vater Miller an einer
Wiener Straßenbahnstation sitzt und das Geschehene und noch zu
Erzählende rekapituliert.“ *| > ©
Snapdragon |
bachtrack.com »
PRÄZISION UND LEICHTIGKEIT
„Applaus erhielt Nadine Sierra. Es gelingt ihr im letzten
Akt – trotz ihrer bekannten mimischen Inexpressivität –
eine sehr intensive Rollengestaltung (Höhepunkt: das berührende
Duett mit ihrem Vater). Freddie de Tommaso wiederum bewältigt den
musikalischen Höhepunkt der Oper, die berühmte Arie 'Quando
le sere al placido' (einst ein Cavallo di Battaglia von niemand Geringerem
als Luciano Pavarotti) mit großer Innigkeit und scheinbarer Mühelosigkeit.
Maestro Mariotti wiederum haucht dem Wiener Staatsopernorchester mit
Präzision und Leichtigkeit italienischen Geist ein.“ *|
> © Robert Quitta |
concerti.aat »
KOMPARSERIE ON STAGE
Im Gegensatz zum Film, wo Komparsen oft im Hintergrund agieren, sind
sie auf der Bühne Teil des Gesamtkunstwerks. Beweglichkeit, Rhythmusgefühl
und Musikalität sowie minimale Sprechrollen oder spezifische Interaktionen
sind für Produktionen unabkömmlich. Auch in der Inszenierung
von Luisa Miller ist die eingesetzte, eingespielte und geprobte Truppe
der Komparserie neben ihrer Funktion als diverser Darsteller für
einen reibungslosen Ablauf des Stückes verantwortlich.
AUTOR: © Prof. Ali
Meyer | 2026
BILDERSERIEN: © Ali Meyer + Komparserie
QUELLEN: Staatsoper Wien | LUISA MILLER
» | Ali Meyer | ONSTAGE
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