Samstag, den 02. Juli 2022

HISTORISCH BELEGT

Das Thema Wein offenbart sich uns bereits im Alten Ägypten (Kemet = Schwarzes Land), in Folge auf griechischen Vasen, bis hin auf antiken Reliefs. Auf der einen Seite begegnet uns der Wein seit Jahrhunderten nicht nur bei profanen, oft zügellosen Gelegenheiten, sondern auch bei christlichen Zeremonien. Im klerikale Umfeld nimmt der Wein eine wichtige Rolle ein. Der sogenannte „Wiltener Kelch“ aus dem 12. Jahrhundert ist ein gutes Beispiel. Diese im Kunsthistorischen Museum Wien ausgestellte, komplett erhaltene Kelchgarnitur (um 1160/70) aus Stift Wilten, zählt zu den Hauptwerken romanischer Goldschmiedekunst. Sie zeigt eine durch Inschriften kommentierte Folge von Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, die in den Darstellungen der Kreuzigung Christi und der Auferstehung auf der Patene ihren Höhepunkt finden.

BILD: Szene aus der Grabkammer des Nebamun | 1400–1350 v. Chr. | IN VINO VERITAS

IN VINO VERITASHISTORISCH BELEGT
URSPRÜNGLICHES VOM WEIN
STAMMBAUM DER REBEN

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FAMILIE DER REBENGEWÄCHSE

Die Wilde Weinrebe Vitis vinifera subsp. sylvestris, auch Wilder Weinstock oder Echter Wilder Wein genannt, ist eine Unterart von Vitis vinifera innerhalb der Gattung der Rebe (Vitis). Die Wilde Weinrebe ist eine verzweigte, verholzende Kletterpflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 40 Meter. Die Borke älterer Zweige ist längsfaserig, Haftscheiben fehlen. Die rundlichen Laubblätter sind handförmig drei- bis fünflappig mit einer weiten Bucht an der Spreitenbasis. Im Gegensatz zur Edlen Weinrebe ist sie zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Das bedeutet, dass die eingeschlechtigen Blüten an unterschiedlichen Pflanzen sitzen. Die Wilde Weinrebe – als Unterart eine Wildform der Wein-Rebe – darf nicht mit dem Wilden Wein verwechselt werden, der aus Nordamerika stammt und inzwischen auch in Europa häufiger als Zierpflanze anzutreffen ist.

Weinrebengewächse – Vitaceae – bilden die einzige Familie der Ordnung der Vitales innerhalb der Rosiden, es sind Bedecktsamige Pflanzen (Magnoliopsida). Einige Arten sind, wie schon erwähnt, als Zier- oder Nutzpflanzen bekannt. Die Familie Vitaceae wurde 1789 durch Antoine-Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, unter dem Namen „Vites“ aufgestellt. Typusgattung ist Vitis L. Synonyme für Vitaceae Juss. sind: Ampelopsidaceae Kostel., Cissaceae Drejer, Leeaceae Dumort. nom. cons., Pterisanthaceae J.Agardh. Die Familie der Weinrebengewächse – Vitaceae –enthält je nach Autor 14 bis 16 Gattungen mit 850 bis 960 Arten.


 

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