Mittwoch, den 04. März 2026

KI • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
REVOLUTION IN DER AGRARKULTUR

Der Weinbau ist an und für sich eine der ältesten spezialisierten Agrarkulturen. Der Anbau der Rebe prägt bis heute die Landschaft sowie die Wirtschaft ganzer Gebiete, Länder und Kontinente. In diesem seit Jahrhunderten etablierten Metier der mit großer Handwerkskunst und Leidenschaft geführten Landwirtschaft hat auch die Künstliche Intelligenz Einzug gehalten.

Komplexe Aufgaben von Wissensabfragen und u. v. m. können fürs Erste zumindst KI-Chatbots übernehmen. Sie lernen aus Interaktionen und passen sich an. Diese KI-Chatbots sind Computerprogramme die KI befragen. Sie nutzen Natural Language ProcessingNLPum menschenähnliche Gespräche zu führen, Anfragen zu verstehen und flexibel zu beantworten. Wer kennt nicht die amerikanischen Anbieter wie Gemini (Google), ChatGPT (OpenAI) oder Copilot (Microsoft) bzw. die europäischen Alternativen a la Le Chat (Mistral AI).

Die KI ist ein sich immer besser entwickelter, sagen wir einmal fortschreitender „Versuch“, die Maschinentechnologie mit menschenähnlichen Denk- und Lernfähigkeiten auszustatten, um Aufgaben zu bewältigen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Innovative Technologien sind in der Land- und Forstwirtschaft gefragter denn je, insbesondere die KI. Sie analysiert große Datenmengen, erkennt Muster und unterstützt eigenständig Entscheidungen in der Landwirtschaft.

Künstliche Intelligenz in der Agrarkultur ... GO!

BILD: © erstellt mit DALLE-E von Open AI | LK Niederösterreich | issued by IN VINO VERITAS

IN VINO VERITASWEINBAU 4.0
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
EINE FLASCHE WASSER PRO eMAIL

Im unteren SMART FARMING-LEITFADEN » findet man bereits Bewährtes und Neues im Weinbau 4.0. Die Landwirtschaft ist einer jener Industriezweige, der in den letzten 70 Jahren wie kaum ein anderer absolut permanentem strukturellem Wandel ausgesetzt war und weiterhin ist.



KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
EINE FLASCHE WASSER PRO eMAIL

DIE VERSTECKTEN UMWELTKOSTEN DES EINSATZES VON KI-CHATBOTS

„Der wachsende CO2-Fußabdruck künstlicher Intelligenz – KI –steht zunehmend im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Der ebenso bedeutende Wasserfußabdruck der Künstlichen Intelligenz – Wasserentnahme und -verbrauch – blieb jedoch weitgehend unbeachtet. […] Der Wasserverbrauch von KI erstreckt sich über drei Bereiche: Wasser vor Ort für die Kühlung von Rechenzentren, Wasser außerhalb des Standorts für die Stromerzeugung und Wasser in der Lieferkette für die Serverherstellung. […] Es ist wichtig zu erkennen, dass im Gegensatz zur Landwirtschaft, deren Wasserfußabdruck größtenteils grün ist – d. h. Wasser, das im Boden gespeichert und von Pflanzen genutzt wird – der größte Teil des Wasserfußabdrucks der künstlichen Intelligenz aus blauem Wasser besteht, das aus Flüssen, Seen oder Grundwasser gewonnen wird und zwar direkt für den menschlichen Gebrauch zugänglich ist, aber oft nur begrenzt verfügbar ist.“<| *Zitat-1

Denkt ihr bei der Nutzung eures Smartphones oder beim Streaming von gerade ins Kino gekommenen Filmen über einen eventuellen Wasserverbrauch nach? Wozu auch, das ist doch nicht das Thema. Das ist es aber doch, denn Rechenzentren benötigen nicht nur viel Energie, sondern auch „Blaues Gold“ sprich Wasser. Kühlsysteme von Rechenzentren bedürfen je nach eingesetzter Technologie Unmengen an Wasser. Das sind z. B. Klimaanlagen mit zentraler Kaltwassererzeugung, wassergekühlte Racks sowie kombinierte Umluft- und Kaltwassersysteme bzw. Kühltürme.

Das Online-Magazin Data Insider berichtete: Wasserverbrauch in Rechenzentren: Brecht das Schweigen! Die Autoren Yann Lechelle und Paul Benoit kritisierten die Verschleierung des Wasser-Ressourcenverbrauchs in Rechenzentren. „Die IT-Branche selbst hat kein Interesse daran, dass diese Zahlen bekannt werden. Infolgedessen besteht eine anhaltende Intransparenz. Die Tech-Riesen berufen sich auf überzeugende Gründe wie ihr Geschäftsgeheimnis, Schutz von Kundendaten oder nationale Sicherheit. Ohne transparente Daten sind Verbesserungen jedoch unmöglich“.

EINE FLASCHE WASSER PRO eMAIL

Die Thematik des Einsatzes von virtuellem Wasser bei der KI-Nutzung hat IN VINO VERITAS aus einem aktuellen Artikel der WASHINGTON POST** aufgegriffen. Chatbots verbrauchen enorm viel Energie, um Nutzerfragen zu beantworten, und allein die Kühlung der Server in Rechenzentren belastet die Umwelt. Der genaue Aufwand lässt sich kaum beziffern. Die Washington Post hat daher gemeinsam mit Forschern der University of California, Riverside, untersucht, wie viel Wasser und Strom OpenAIs ChatGPT mit dem im März 2023 veröffentlichten Sprachmodell GPT-4 für das Schreiben einer durchschnittlichen E-Mail von 100 Wörtern benötigt. Jede Eingabeaufforderung auf ChatGPT durchläuft einen Server, der Tausende von Berechnungen durchführt, um die besten Wörter für eine Antwort zu ermitteln.

Bei der Durchführung dieser Berechnungen erzeugen die Server, die typischerweise in Rechenzentren untergebracht sind, Wärme. Häufig werden Wassersysteme eingesetzt, um die Geräte zu kühlen und ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Laut Shaolei Ren, außerordentlicher Professor an der UC Riverside, transportiert das Wasser die in den Rechenzentren entstehende Wärme in Kühltürme, damit sie aus dem Gebäude entweichen kann – ähnlich wie der menschliche Körper Schweiß zur Kühlung nutzt. Wo Strom günstiger oder Wasser vergleichsweise knapp ist, wird Strom häufig zur Kühlung dieser Lagerhallen mit großen, klimaanlagenähnlichen Einheiten eingesetzt, erklärte er. Das bedeutet, dass der Wasser- und Stromverbrauch einer einzelnen Anfrage vom Standort des Rechenzentrums abhängen und stark variieren kann. Selbst unter idealen Bedingungen gehören Rechenzentren oft zu den größten Wasserverbrauchern in den Städten, in denen sie sich befinden, so Umweltschützer. Rechenzentren mit elektrischen Kühlsystemen geben aber auch Anlass zur Sorge, da sie die Stromrechnungen der Anwohner in die Höhe treiben und das Stromnetz belasten.


Bevor Chatbots überhaupt eine Anfrage bearbeiten können, wird enorm viel Energie in ihr Training investiert. Die großen Sprachmodelle, die es Chatbots wie ChatGPT ermöglichen, lebensechte Antworten zu generieren, benötigen Server, die Millionen von Datensätzen analysieren. Laut KI-Experten und Forschungsarbeiten kann das Training dieser hochentwickelten Computermodelle Monate dauern, und Technologieunternehmen wie Google, Meta und Microsoft arbeiten fieberhaft am Aufbau von Rechenzentren. Große Technologieunternehmen haben zahlreiche Versprechen abgegeben, ihre Rechenzentren durch den Einsatz neuer Kühlmethoden umweltfreundlicher zu gestalten. Diese Klimaversprechen werden jedoch häufig nicht eingehalten. „KI kann energieintensiv sein, deshalb arbeiten wir ständig an der Effizienzsteigerung“, sagte Kayla Wood, Sprecherin von OpenAI. Ashley Settle, Sprecherin von Meta, erklärte in einer Stellungnahme, das Unternehmen lege Wert darauf, „unsere Rechenzentren nachhaltig und effizient zu betreiben und gleichzeitig die Zuverlässigkeit unserer Dienste zu gewährleisten“. Craig Cincotta, General Manager bei Microsoft, sagte, „das Unternehmen sei weiterhin bestrebt, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, und fügte hinzu, Microsoft arbeite an der Installation von Kühlmethoden für Rechenzentren, die den Wasserverbrauch vollständig eliminieren“.

 

AUTOR: © Prof. Ali Meyer 2026 | Inhalte aus der Washington Post
BILD Panorama Rechenzentrum: © Alfa Laval
BILD Panorama KI: © Digital Austria
*ZITAT-1: © Making AI Less “Thirsty” | Uncovering and Addressing the Secret Water Footprint of AI Models | Pengfei Li | Riverside, University of California, e.a. | ARXIV.org, 29.10.2023
**Washington Post: © „A bottle of water per email“ | The hidden environmental costs of using AI chatbots | WASHINGTON POST | 27.9.2024

 

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