Dienstag, den 19. Oktober 2021

GEMISCHTER SATZ

Mit dem Wiener Gemischten Satz, der Pflanzung unterschiedlichster Rebsorten nebeneinander in einem Weingarten, hat sich eine einzigartige Stilistik im typischen Wiener Wein entwickelt, die sich besonders in seiner herkunftstypischen Aromatik widerspiegelt. Die Verordnung zum Wiener Gemischten Satz DAC schreibt vor, dass zumindest drei weiße Qualitätsweinrebsorten gemeinsam in einem Wiener Weingarten angepflanzt sein müssen, welcher im Kataster des Wiener Rebflächenverzeichnisses als Wiener Gemischter Satz eingetragen ist. Der größte Sortenanteil einer Rebsorte darf nicht höher als 50% sein, der drittgrößte Anteil muss zumindest 10% umfassen. Weine ohne Riedenangabe müssen trocken und ohne markanten Holzgeschmack sein. Zusätzlich kann der Wiener Gemischte Satz DAC auch mit einer Lagenbezeichnung auf den Markt kommen. Lagenweine müssen nicht der Geschmacksangabe „trocken“ entsprechen und dürfen nicht vor 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden.

TEXTQUELLE: © ÖSTERREICHISCHE WEINMARKETING | Gemischter Satz

Dem Gemischten Satz von IN VINO VERITAS kommt hier eine völlig andere Bedeutung zu. Nehmen sie diesen Ausdruck ganz wörtlich. Wir schreiben hier gemischte Sätze. Das sind Kurzmeldungen mit besonderem Stellenwert. Es sind Wechselnachrichten quer durch den „Weingarten“ – VERMISCHTES aus dem Lande.

BILD: IN VINO VERITAS | Gemischter Satz | VERMISCHTES

IN VINO VERITAS – VERBANDSNACHRICHTEN
AUS DEUTSCHLAND
FRANKEN VERLASSEN DACHORGANISATION

Was ist wo los? Im unteren GEMISCHTER SATZ-LEITFADEN » findet man einen Auszug kurzfristiger Ereignisse und nennenswerter Vorkommnisse – Wechselnachrichten.


FRANKEN VERLASSEN DACHORGANISATION

Der Deutsche Weinbauverband e.V. – dwv – ist die Berufsorganisation der deutschen Winzer. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Raiffeisenverband – drv – und dem Deutschen Bauernverband soll hierbei die Synergieeffekte bei der Vertretung berufsständischer Interessen im Sinne der deutschen Erzeuger stärken. „Aufgabe der regionalen Organisationen ist es, auf Landesebene die Interessen der Erzeuger zu vertreten. Aufgabe des dwv ist es, die Gesamtinteressen der Erzeuger auf nationaler und internationaler Ebene wahrzunehmen.” So definiert sich der dwv in seiner Eigendarstellung. Der Deutsche Raiffeisenverband hat jedoch mit ganzen drei seiner regionalen genossenschaftlichen Verbände am 22.06.2021 den Austritt aus dem Deutschen Weinbauverband per Ende des Jahres erklärt. Gerade mal einen Tag später verkündete nun der Fränkische Weinbauverband – FWV, genau diesen Schritt auch zum Jahreswechsel zu vollziehen.

DIE FACHZEITUNG Rebe & Wein BERICHTET

„Der FWV informierte die Öffentlichkeit mit einer Stellungnahme seines Präsidiums wie folgt: Die EU hat vor über zehn Jahren mit der verpflichtenden Einführung von geschützten Ursprungsbezeichnungen und geschützten geografischen Angaben eine Zeitenwende für den deutschen Weinbau eingeleitet. Der Fränkische Weinbauverband hat stets darauf hingewiesen, dass sich der Deutsche Weinbauverband dieser neuen Situation stellen muss. Die Vorgänge um die Weingesetzgebung seit 2019 haben gezeigt, dass alle Bundesländer als WEINBAUTREIBENDE BUNDESLÄNDER betrachtet werden müssen. Die Abstimmungen im Agrarausschuss des Bundesrats und im Bundesrat selbst haben dies deutlich gezeigt. Es muss also im Interesse eines Deutschen Dachverbands liegen, diese neuen Stakeholder und Entscheider anzusprechen und einzubinden.“

NICHT AUSREICHEND VERTRETEN GEFÜHLT

„Ein Wille zur Veränderung ist trotz der Intervention mehrerer Mitgliedsverbände nicht erkennbar. Die eingesetzte ’Zukunftskommission’ brachte bedauernswerter Weise keine Ergebnisse, die den DWV weiter entwickeln könnten. Das Präsidium des FWV hat nach intensiven Diskussionen feststellen müssen, dass die ’Heilbronner Beschlüsse’ des DWV zur Weingesetzgebung nicht in der Weise vom DWV vertreten wurden, wie es von einem Dachverband erwartet werden würde. Ein ’Weiter so’ kann das Präsidium des FWV nicht länger mittragen. Der FWV ist jedoch davon überzeugt, dass sich zukünftig neue Wege der Zusammenarbeit bilden werden.“ | *1

*1-QUELLE: © Fachzeitung Rebe & Wein » | Juni 2021
BILDER: © Fränkischer Weinbauverband e.V. | Würzburg

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