Dienstag, den 04. August 2020

IN NOMINE PATRIS

Univ. Prof. DDDr. Burger hat akribisch die Bibel und das Alte Testament auf Stellen bezüglich Wein untersucht und mit Quellenangaben ein hochinteressantes Buch verfasst. Der Inhalt des Werkes „Wein in der Bibel“ beruht ausschließlich auf historisch überlieferten Quellen. Barriques sind ein alter Hut, denn man hat schon vor 2500 Jahren den Geschmack mit Baumharz verbessert. Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Wein recht auffällig durch das gesamte heilige Werk.

Basierend auf diesem überlieferten Wissen legte die innovative Winzerfamilie Christian und Maria Graßl vom Nepomukhof in der Weinregion Carnuntum in Göttlesbrunn – entsprechend dieser Vorgabe in reiner Handarbeit – einen BIBELWEINGARTEN an. Als Erziehung wurden Maulbeerbäume gesetzt. Dazu pflanzten sie eine seit 2700 Jahren in Österreich belegbare Sorte, den Grünen Sylvaner an.

Archäologen fördern seit vielen Jahren Zeugnisse der römischen Kultur aus dem geschichtsträchtigen Boden von Carnuntum, da wo es eine der edelsten Weinregionen wie Göttlesbrunn hervorbrachte.

BILD: IN VINO VERITAS | ali meyer events » | Der Bibelweingarten

IN VINO VERITAS – DER KLERUS & DER WEIN

DAS WEINFUNDAMENT DES DOMS ZU ST. STEPHAN IN WIEN

DER UNGENIESSBARE REIFBEISSLER ALS BAUMATERIAL

Im Zuge seiner zweiten Romfahrt im Jahre 1468 erreichte Kaiser Friedrich III. von Papst Paul II. den Sanktus zur Errichtung der beiden Bistümer Wien und Wiener Neustadt. Bereits 1450 berichtet der Humanist Johannes Cuspinian vom womöglich mit Abstand schlechtesten Jahrgang in der Geschichte des heimischen Weinbaus. Der Kaiser verbot bei Strafe das ungenießbare Gesöff, den „Reiffbeissler“, zu verschütten und befahl den Wein auf dem die Kirche umgebenden Friedhof „Stephansfreithof“ zu bringen, welcher das Gotteshaus zu jener Zeit umgab. Man war angehalten mit dem Rebsaft den Kalk abzulöschen und damit das Fundament des Nordturmes „recht zu bauen.“ Dieses Fundament durfte zur Stabilisierung ganze 14 Jahre ruhen bevor besagter Nordturm 1511 die gegenwärtige Höhe erreichte. Die Anteilnahme des Kaisers an der Fundamentierung des Nordturmes von St. Stephan ist historisch belegt.

BILD: © Ali Meyer | Rudolf Ritter von Alt | Der Stephansdom in Wien | Aquarell (1832) | Belvedere Wien

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