Donnerstag, den 24. September 2020

SETZLINGE

Im Gartenbau spricht man von der Baumschule. Die Rebschule ist im Weinbau das Analogon. Es ist eine Anlage zur Aufzucht von Wurzelreben – junger Pfropfreben – ihre Vorbereitung auf die Freilandbedingungen und die Überprüfung ihrer Veredelungsstellen. Mit sorgfältiger Nährstoffversorgung und Schädlingsbekämpfung werden die Reben erst gepfropft im Laufe des Sommers aufgezogen. Sie werden im November wieder ausgeschult. Die Setzlinge sind dann nach Möglichkeit virenfrei und sollten gut anwachsen.

Seit 1960 beschäftigt sich die Rebschule Tschida mitten im Herzen des Seewinkels im Burgeland mit der Veredelung von Pfropfreben. Die klimatischen Bedingungen und die Bodenstruktur der pannonischen Tiefebene sind optimal für die Heranzucht von ausgezeichneten Pflanzen. Strenge Qualitätskontrollen und eine ständige Modifikation nach internationalen Anforderungen sind der Grund dafür dass Tschida einen kontinuierlichen internationalen Kundenzuwachs verzeichnen darf.

BILD: Rebschule Tschida | IN VINO VERITAS | Der Neue Weinbau 4.0

IN VINO VERITAS DIE REBENZUCHT

Was ist wo los? Im unteren REBSCHULEN-LEITFADEN » findet man die zarten Pflänzlein – die Setzlinge.

ZARTE PLÄNZLEIN WACHSEN SICH AUS

HÖHERE BUNDESLEHRANSTALT UND BUNDESAMT FÜR WEIN- UND OBSTBAU KLOSTERNEUBURG

BILD: © HBLAuBA | Klone Grüner Veltliner | IN VINO VERITAS | Der Neue Weinbau 4.0

Die HBLAuBA für Wein- und Obstbau hat durch Neuzüchtungen, Klone und Selektionen in den letzten Jahrzehnten wesentlich dazu beigetragen, dass der österreichische Weinbau unter Wahrung seiner Spezifität langfristig im europäischen und globalen Wettbewerb bestehen kann. Nicht nur die weit verbreitete österreichische Rebsorte Zweigelt, sondern auch Neuzüchtungen wie Roesler, Seifert, Rathay und neuerdings Donauriesling, Donauveltliner und Pinot nova entstammen der Züchtungsstation, die am Versuchsgut Götzhof in Langenzersdorf stationiert ist.

Hoheitliche Aufgaben

  • Prüfung neuer Rebsorten und Klone nach den UPOV Kriterien (DUS Test), Ausstellung von Bescheiden zur Zulassung von Rebsorten und deren Klone zur Anerkennung und Kontrolle nach dem Rebenverkehrsgesetz
  • Führung des amtlichen Rebsortenverzeichnisses und der amtlichen Klonenliste nach dem Rebenverkehrsgesetz
  • Überwachung der Maßnahmen zur Erhaltungszüchtung von Rebsorten und deren Klone durch den Antragsteller nach dem Rebenverkehrsgesetz
  • Schulung von Aufsichtsorganen der Anerkennenden Behörden nach dem Rebenverkehrsgesetz

Beratung

  • Bundes- und Landesweinbauverbände, Winzer: in Sortenfragen, allen weinbaulichen Problemen
  • Rebveredlerverband, Veredler: in Fragen phytosanitärer, rechtlicher und technischer Probleme
  • Länder (Amt der Landesregierung) in Fragen der Zulassung, Klassifizierung und Ausnahmen dazu
  • BMLFUW: in technischen und EU rechtlichen Fragen
  • Bioverbände: neue Rebsorten, Bioproduktion

Forschung

  • Genom Kartierung WR und GV
  • Genetische Analysen in Reben zur Identifizierung
  • Ausbreitung Phytoplasmosen
  • Identifizierung Esca Erreger und Mauke
  • Heißwasserbehandlung für Rebmaterial

Entwicklung

  • Züchtung neuer Rebsorten mit PiWi Charakter (sehr umfangreiche Aktivitäten)
  • Selektion von Typen zur Klonenvermehrung
  • Prüfung von Sorten und Vergleich von Klonen

QUELLE: © HBLAuBA | IN VINO VERITAS | Der Neue Weinbau 4.0

 

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