Samstag, den 13. Juni 2026

COMPETITION

Der große internationale Wein-Wettbewerb CONCOURS MONDIAL DE BRUXELLES wird seit dem Jahre 1994 – ursprünglich regelmäßig nur in Belgien beheimatet – für Importeure und Weinhändler aus der ganzen Welt unter der Patronanz des OIV jährlich durchgeführt.

Seit 2003 wechseln die Städte um 2018 erstmals auch außerhalb Europas in Peking stattzufinden. Die mehr als 300 köpfige Jury des Brüsseler Weltwettbewerbs setzt sich aus weinaffinen Spezialisten zusammen. Das sind internationale Önologen, Weinanalytiker, Sommeliers, Gastronomen, Käufer globaler Händler, Vertreter professioneller Institutionen und Fachjournalisten. Da reisen die Juroren aus der ganzen Welt an. Mir selbst wurde die Ehre zuteil als ein österreichisches Jurymitglied eingeladen worden zu sein. Die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs ist die “Große Gold-Medaille”.

Aber es gibt noch eine Reihe von sehr bemerkenswerten Competitions wie der internationale Weinpreis MUNDUS VINI aus Deutschland oder die AWC aus Österreich. Auch diese haben mittlerweile eine beachtliche Größenordung zu Tage gelegt, zählen seit Beginn zu den bedeutendsten Weinwettbewerben der Welt. Die AWC Vienna übertraf auch 2019 wieder alle Erwartungen. 12.617 Weine von 1.756 Produzenten aus 42 Ländern aller Kontinente stellten sich dem internationalen Vergleich. Ziel aller Wettbewerbe ist es, die Qualität der eingereichten Weine zu erkennen und entsprechend zu fördern.

AUTOR: © Prof. Ali Meyer | Concours Mondial de Bruxelles

IN VINO VERITAS REALES
DIE WIRTSCHAFT IM WETTBEWERB
AUSTRIA GLAS RECYCLING

Was ist wo los? Im unteren MITTEN IM WETTBEWERB-LEITFADEN » werden Sie in weiteren detailierten Menues über das Kontinente übergreifende Procedere der Wettbewerbe für Weine und Spirituosen internationaler Provience bestmöglich am aktuellen Stand gehalten. Besondere Innovationen im Wein- & Obstbau sowie Kellereitechnik und die Vermarktung & Nachhaltigkeit sind nur zu oft einer Auszeichnung würdig – Innovation Awards – The winner takes it all ! Wenn Reales auf Skurriles trifft, entsteht oft Kunst, die unsere Wirklichkeit völlig auf den Kopf stellt. Wo Reales und Skurriles sich begegnen, kommt der „Skurrealismus“ in die Welt.



IN VINO VERITAS
AUSTRIA GLAS RECYCLING IM WETTBEWERB

WIRTSCHAFTSFAKTOR GLASRECYCLING IN ÖSTERREICH – VIELFACHER NUTZEN SEIT 50 JAHREN

Was 1976 als lokale Pilotprojekte startete, ist heute ein starker Wirtschaftsfaktor im Wettbewerb und eine wesentliche Säule des Umweltschutzes in Österreich: die Altglassammlung. Austria Glas Recycling, führendes System und Wegbereiter der ersten Stunde, gibt Einblicke in monetäre wie nicht-monetäre Werte sowie Erfolgsfaktoren des österreichischen Glasrecyclingsystems.

ALTGLAS: VERLÄSSLICH VERFÜGBARER ROHSTOFF AUS DEM INLAND FÜR ÖSTERREICHS GLASINDUSTRIE

Glas kann immer und immer wieder recycelt werden. Gesammelte Glasverpackungen sind der wichtigste Rohstoff für die heimische Glasindustrie. Die Altglassammlung trägt einen erheblichen Anteil der Rohstoffversorgung der Verpackungsglasindustrie. Für nachgelagerte Sparten, wo hochwertige Glasverpackungen zum Einsatz kommen, ist diese Rohstoffsicherheit ebenso wichtig. Zum Beispiel für die Lebensmittelindustrie, für Getränkeabfüller und die Pharmabranche. In Österreich hergestellte Glasverpackungen bestehen im Durchschnitt über alle Formen und Farben zu 2/3 aus gesammelten Glasverpackungen.

Ein weiterer Vorteil von Glasrecycling: Das Schmelzen von Altglas benötigt erheblich weniger Energie als das Schmelzen der Primärrohstoffe. Pro 10 Prozent Altglas bei der Herstellung neuer Glasverpackungen werden 2,5 Prozent Energie und 5 Prozent CO2-Emissionen gespart. Das ist insbesondere in Zeiten hoher und volatiler Energiepreise ein ökonomisch und natürlich ein ökologisch wichtiger Faktor für die Industrie.

VERLÄSSLICHE EINNAHMEN FÜR LOGISTIKER und INVESTITIONSENTGELTE FÜR DIE KOMMUNEN DANK GLASRECYCLINGSYSTEM

Für die Logistik- und Entsorgungsbranche stellt die Altglassammlung eine Erweiterung ihres Portfolios dar. Logistikunternehmen, die für das Glasrecyclingsystem tätig sind, erhalten zuverlässig Entgelte für vereinbarungsgemäß erbrachte Leistungen. Selbst in konjunkturell schwächeren Zeiten. Das Glasrecyclingsystem läuft, Altglas wird von den Sammelbehältern abgeholt und in die Glaswerke transportiert. Die Logistikbranche ist, in Euro betrachtet, der stärkste Partner der Austria Glas Recycling. Die jährlichen Entgeltzahlungen an Altglassammler und -transporteure betragen insgesamt bis zu 18 Millionen Euro.

Der kommunale Sektor folgt dem Logistiksektor in wirtschaftlicher Hinsicht auf dem Fuß. Österreichs Städte und Gemeinden können seit Jahrzehnten darauf vertrauen, dass sie für ihre vertragsgemäßen Leistungen die entsprechenden Entgelte erhalten. Diese investieren sie in die laufende Wartung sowie konsequente Weiterentwicklung des Altglassammelsystems, sodass für die Bürger*innen möglichst moderne und gut gewartete Glascontainer an sauberen Plätzen bereitstehen. In den vergangenen 10 Jahren summierten sich diese zweckgebundenen Investitionsentgelte auf über 100 Millionen Euro.

Knapp 90 % aller finanziellen Aufwendungen im Glasrecyclingsystem gehen an österreichische Entsorgungs- und Transportunternehmen sowie Österreichs Kommunen. Für den Zeitraum 2015 bis 2025 rund 220 Millionen Euro.

VIELFÄLTIGE, REGIONALE ARBEITSPLÄTZE IM GLASRECYCLINGSYSTEM

Ein gut etabliertes Glasrecyclingsystem bietet ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten. Für eine Vielzahl an Fachkräften und Expert*innen finden sich interessante und chancenreiche Jobs im Inland: Logistiker, Digitalisierungsvorreiterinnen, Glasmacher, Kommunikationsprofis, LKW-Fahrer, Datenmanagerinnen, Forschende und Lehrende zu Circular Economy. Das tut der heimischen Volkswirtschaft gut.

SAUBERKEIT, UMWELT- UND NATURSCHUTZ DANK ALTGLASSAMMLUNG

Knapp 8 Millionen Tonnen Altglas, das sind rund 25 Milliarden Glasverpackungen, sind in Österreich im Laufe von fast 5 Jahrzehnten fürs Recycling gesammelt worden. Das ergäbe auf einem Fußballfeld einen Altglasturm von fast 4.000 Metern. Dank Glasrecycling reduzierte man den Abbau von Rohstoffen aus der Natur, insbesondere von 5 Millionen Tonnen Sand, dem Hauptrohstoff von Glasverpackungen. Ohne Altglassammlung hätte man in den vergangenen Jahrzehnten gut 19 Millionen m³ Rohstoffe aus der Natur abgebaut..

Die Bewahrung unserer Naturlandschaften sowie Sauberkeit in unseren Gemeinden und Städten haben einen hohen – manche sagen, unbezahlbaren – Wert für das Leben in Österreich. Die Menschen, die hier wohnen und jene, die zu Gast sind, schätzen die intakte Umwelt, die sauberen, unberührten Regionen. Wo es sauber ist, bleibt es zumeist sauber. Werden Plätze und Straßen jedoch nicht regelmäßig gereinigt, sinkt die Hemmung für achtloses Wegwerfen. Das belegen umweltpsychologische Untersuchungen immer wieder aufs Neue.

5 JAHRZEHNTE GLASRECYCLING IN ÖSTERREICH: ERFOLGSFAKTOREN

Der beste Beweis für ein gut etabliertes Glasrecyclingsystem sind hohe Erfassungs- und Recyclingquoten. Während andere Staaten der EU noch darum ringen, die vorgeschriebenen Quoten zu erreichen, ist dies in Österreich mit über 80% Recyclingquote für Glasverpackungen seit vielen Jahren Standard. Die Menschen in Österreich wissen um den Wert von Glasrecycling. Und sie sind motiviert, bei der Altglassammlung mitzumachen. Sehr unterschiedliche Stakeholder aus Wirtschaft, Politik, Kommunen, Abfallverbände, private und kommunale Sammelpartner, Medien und anderen Sektoren arbeiten trotz teils divergierender Einzelinteressen gemeinsam mit Austria Glas Recycling am Gelingen und am Erfolg von Österreichs Glasrecyclingsystem

ERFAHRUNGEN

Die Erfahrung von fast 5 Jahrzehnten zeigt, welche Faktoren wesentlich zum Erfolg beitragen:

Viele Staaten nehmen sich Österreichs abfallwirtschaftliche Leistungen und Strukturen zum Vorbild, um stabil finanzierte Sammel- und Verwertungssysteme zu etablieren. Denn ein funktionierendes Glasrecyclingsystem ist wertvoll für die nationale Volkswirtschaft, die Gesellschaft und unseren Lebensraum.

AUTOR: Prof. Ali Meyer | Layout
TEXTE: © | austria glasrecycling » | 2026
BILDER: © Austria Glas Recycling | Moritz Scheer | Daniel Willinger

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