WEINBAU ALS KULTURERBE

Weinbau in Georgien lässt sich 5800 Jahre v. Chr. nachweisen, sowie im 5. Jahrtausend v. Chr. auch in der vorderasiatischen Landschaft Sumer – heute südlicher Irak. Der Weinbau breitete sich im gesamten Nahen Osten aus. Im 4. Jahrtausend v. Chr. bauten die Alten Ägypter Wein an. In der babylonischen Mythologie repräsentierte Gilgamesch den Wein und seinen Konsum. In der überlieferten Prosadichtung – dem Gilgamesch-Epos – entstanden ca. 2400 Jahre vor Christi Geburt in Persien – wird bereits über den Wein berichtet. Etwa um 1700 v. Chr. kultivierten auf Kreta die Minoer, deren Name auf den mythischen Despoten Minos zurückgeht, erste Edelreben. Die minoische Kultur ist die früheste Hochkultur Europas. Griechische Kolonisten dürften im 7./6. Jh. v. Chr. erstmals Rebstöcke nach Gallien in die heutige südfranzösische Provence nach Massalia – Marseille – gebracht haben. Sicher nachgewiesen ist Weinherstellung im heutigen Frankreich um 400 v. Chr. In Italien prägten sich verschiedene Erziehungsmethoden aus: an Bäumen, als Dachspalier am Kurzstamm oder kriechend auf dem Boden.
BILD: Amphoren im Bibracte Museum der keltischen Zivilisation / Saint-Léger-sous-Beuvray
KOMMENTAR
Der Weinbau als Kulturerbe ist weltumspannend.