Donnerstag, den 02. Juli 2020

GEMISCHTER SATZ

Mit dem Wiener Gemischten Satz, der Pflanzung unterschiedlichster Rebsorten nebeneinander in einem Weingarten, hat sich eine einzigartige Stilistik im typischen Wiener Wein entwickelt, die sich besonders in seiner herkunftstypischen Aromatik widerspiegelt. Die Verordnung zum Wiener Gemischten Satz DAC schreibt vor, dass zumindest drei weiße Qualitätsweinrebsorten gemeinsam in einem Wiener Weingarten angepflanzt sein müssen, welcher im Kataster des Wiener Rebflächenverzeichnisses als Wiener Gemischter Satz eingetragen ist. Der größte Sortenanteil einer Rebsorte darf nicht höher als 50% sein, der drittgrößte Anteil muss zumindest 10% umfassen. Weine ohne Riedenangabe müssen trocken und ohne markanten Holzgeschmack sein. Zusätzlich kann der Wiener Gemischte Satz DAC auch mit einer Lagenbezeichnung auf den Markt kommen. Lagenweine müssen nicht der Geschmacksangabe „trocken“ entsprechen und dürfen nicht vor 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden.

TEXTQUELLE: © ÖSTERREICHISCHE WEINMARKETING | Gemischter Satz

Dem Gemischten Satz von IN VINO VERITAS kommt hier eine völlig andere Bedeutung zu. Nehmen sie diesen Ausdruck ganz wörtlich. Wir schreiben hier gemischte Sätze. Das sind Kurzmeldungen mit besonderem Stellenwert. Es sind Wechselnachrichten quer durch den „Weingarten“ – VERMISCHTES aus dem Lande.

BILD: IN VINO VERITAS | Gemischter Satz | VERMISCHTES

IN VINO VERITASWECHSELNACHRICHTEN

WO DAS KRISENMANAGEMENT DER ALLTAG IST

Das Krisenmanagement im Alltag – das ist die NORMALITÄT im Weinbau für einen steirischen Winzer. Über diese Normalität redet nie wer, ist für niemanden ein Thema. Nicht einmal das Wort Krise wird erwähnt – obwohl es Ernteausfälle gibt (siehe Grafik der letzten 4 Jahre). Der Weinbau und die Landwirtschaft sind von der Natur abhängig. Der Winzer und alle Landwirte müssen das zur Kenntnis nehmen. Es kümmert niemanden, zeigt aber deutlich die Kraft und Vernunft, die in Winzer und Landwirten stecken und wie Krisen überstanden werden. Die Welt und die vielen Experten sowie die Medien könnten vom Weinbau lernen. Er zeigt vor wie man auf Krisen vorbereitet ist – und wie man sie meistert. Ohne das Thema zu verniedlichen bricht nun – bedingt durch Corona – der Umsatz ein. Es ist das gleiche Problem wie bei Frost, Hagel und diversen Krankheiten – es ist en betrieblicher, schwerer Schaden. So etwas sind die Winzer aber gewohnt und auch wie man das ohne Hysterie bewältigen kann.

AUTOR: Sepp Baldrian
BILD: © Die Normalität im Weinbau | 2016-2020 | Fachmagazin „Der WEINbau“

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